25.1.08

Disco nur für Deutsche

Im "Brösel" bleibt alles beim Alten

Das eigenwillige Geschäftsgebaren der Brüggener Diskothek Brösel war bereits vor einiger Zeit erstmals in die Schlagzeilen der Lokalpresse geraten. Damals wurde bekannt, dass dort ausländischen Besuchern grundsätzlich der Einlass verwehrt wird. Auch der Taz war die Geschichte seinerzeit eine Meldung wert.

Dass sich an dieser Praxis, trotz der damals aufbrandenden allgemeinen Empörung, zwischenzeitlich nichts geändert hat, mussten jetzt die Organisatoren einer im 'Brösel' geplanten 'Vorabifete' des Viersener Erasmus-von-Rotterdam-Gymnasiums am eigenen Leib erfahren. Mitten in den zu diesem Zeitpunkt bereits weit fortgeschrittenen Party-Vorbereitungen, die Flyer waren schon gedruckt, die Einladungen verschickt, wurden die Schüler lapidar darauf hingewiesen, doch bitte auch an die 'Ausländerliste' zu denken.

Die Gymnasiasten sollten dem Betreiber am Veranstaltungsabend eine Liste mit den Namen ihrer ausländischen Mitschüler vorlegen, damit diese vom Türsteher zu ihrer eigenen Party eingelassen werden. In einer eilends einberaumten Schülerversammlung der Jahrgangsstufe 12 wurde daraufhin beschlossen, wegen bereits investierter Arbeit, Zeit und Geld, diese eine Party noch im Brösel zu veranstalten, sich aber für die nächsten Vorabi-Feten nach einer anderen Location umzusehen. Die geforderte Ausländerliste wollten die Schüler auf keinen Fall mitbringen. Ein Schülervertreter zu Tien Anton: "Mal abgesehen vom diskriminierenden Charakter einer 'Ausländerliste' dürfen wir schon aus Gründen des Datenschutzes so eine Liste gar nicht herausgeben."

Selbstverständlich wollten wir auch den Verantwortlichen des Brösel die Möglichkeit geben, sich zu den Vorgängen zu äußern und führten ein Telefongespräch mit dem Betreiber der Diskothek, Jörg Johannböke. Darin bestätigte Johannböke freimütig die Anweisung an seine Türsteher, Ausländer grundsätzlich abzuweisen und begründete dieses Vorgehen mit der Wahrung der Sicherheit seiner Gäste. Der Diskotheken-Betreiber zeigte sich darüber hinaus sehr aufgebracht über die kritische Haltung der Viersener Gymnasiasten und behielt sich vor, in Zukunft auf die Ausrichtung von Vorabi-Parties zu verzichten. Er verstehe außerdem die ganze Aufregung nicht, der Anteil ausländischer Abiturienten sei doch ohnehin so gering, dass man darum nicht so ein Aufhebens machen müsse.

Mittlerweile ist die Party über die Bühne gegangen. Drei türkischen Mitschülern der veranstaltenden Jahrgangsstufe 12 wurde der Eintritt zur eigenen Fete ohne Angabe von Gründen verwehrt. Den Schülervertretern wurde außerdem mitgeteilt, dass es für das E.v.R.-Gymnasium keine Feier mehr im Brösel geben werde, weil sie wegen der "Ausländerliste" die Presse ins Spiel gebracht hätten. Dass sich für sie das Brösel als Veranstaltungsort zu diesem Zeitpunkt schon längst disqualifiziert hatte, verschwiegen die Viersener Schüler aus Sorge, im Streitfall nicht den ihnen zugesagten Gewinnanteil der Veranstaltung ausgezahlt zu bekommen. Bis dahin war es nämlich trotz mehrfachen Nachhakens der Schüler nicht zu einer schriftlichen Vereinbarung gekommen.

Parteipolitisch engagiert sich der Brösel-Chef bei der Brüggener FDP, sein Gastronomiebetrieb ist auf der Website der Liberalen Wirte gelistet. Wie die kruden Ansichten und die eigenwilligen Geschäftspraktiken des bekennenden Roland-Koch-Fans Jörg Johannböke mit dem Begriff "liberal" in Einklang zu bringen sind, bleibt dabei das Geheimnis der Beteiligten.

Kommentare:

B. Le hat gesagt…

"Hut ab" vor den Schülern des Erasmus-von-Rotterdam Gymnasiums für den Mut und die Zivilcourage "die Presse ins Spiel zu bringen"! Das zeigt doch einmal mehr, dass Schule (allen PISA-Unkenrufen zum Trotz) junge Leute zu mündigen, selbstbewußten Bürgern erziehen kann und fit für's Leben macht!

Anonym hat gesagt…

Ich kann die große Aufregung ehrlich gesagt nicht ganz nachvollziehen. Es soll unter den Deutschen noch Menschen geben, die sich ihre eigene Meinung bilden. Wenn diese Meinung beinhaltet, dass die ausländischen Gäste öfter durch unangenehme Zwischenfälle auffallen, so ist doch die logische Konsequenz daraus, generell skeptisch gegenüber dieser Gruppe zu sein. Natürlich ist es fragwürdig und auch schade, dass grundsätzlich allen Ausländern der Zutritt verwehrt wird, aber dies muss nun einmal hingenommen werden (da es das Recht des Besitzers ist) und wenn die Öffentlichkeit dies als beschämend empfindet, wird sich die Popularität von sich aus einstellen. Jetzt allerdings eine öffentliche Kampagne gegen die Diskothek anzustiften, erreicht meiner Ansicht nach nicht viel, da somit die jungen Leute nicht zu mündigen, selbstbewussten Bürgern erzogen werden, sondern eher zum Mitläufertum, welches (wie in der Vergangenheit geschehen) gefährliche Folgen haben kann. Man sollte sich einfach seine eigene Meinung zum Thema bilden, die Diskothek in Zukunft meiden, wenn man diese Einstellung nicht vertritt, und den weiteren Ablauf beobachten. Da es ja anscheinend genug "mündige und selbstbewusste Bürger" gibt, wird diese Diskothek sicherlich keine weitere Gefahr darstellen.
Und noch eine Anmerkung zum Beitrag: Die ausländischen Mitschüler wurden ja nicht grundlos zurückgewiesen, sondern aufgrund der Tatsache, dass die Stufe keine Liste mit den Namen der ausländischen Mitschüler geschickt hatte. Insofern gab es einen Grund (der natürlich trotzdem sehr zweifelhaft bleibt, aber anscheinend der Einstellung des Besitzers entspricht).

b.le hat gesagt…

Hallo Herr/ Frau Anonym,

die Schüler des Erasmus Gymnasiums sind keineswegs Mitläufer, sondern in eigener Sache Betroffene, die einen ihrer Meinung nach bestehenden Mißstand aufdecken und sich untereinander solidarisch erklären. Da sind sie von ganz allein drauf gekommen - da hat ihnen keiner irgendwas in den Mund oder ins Hirn gelegt! Sprich: Sie haben sich sehr wohl ihre eigene Meinung gebildet, was eindeutig ein Zeichen von Mündigkeit ist. Diese Jugendlichen brauchen nicht mehr dazu erzogen zu werden, sie haben's bereits kapiert! Zum Thema "Ausländerliste": Es gibt so was wie Datenschutz!!!

tim k hat gesagt…

Deine Antwort, b. le, zu der mir unverständlichen Meinung von "anonym" spiegelt meine Meinung im Grunde wieder.

Allerdings möchte ich noch etwas sagen zu
der anonymen Behauptung, eine öffentliche Kampagne gegen das Brösel würde nichts bringen.

Diese Diskothek stellt nämlich sehr wohl eine Gefahr da. Viele Jugendliche werden sie nicht meiden, auch wenn Ihnen die rassistische Einlasskontrolle missfällt, denn das Brösel ist in weitem Umkreis die einzige Diskothek, die nicht ab 18 ist bzw. bei der nicht so streng kontrolliert wird (es sei denn, du, deine Eltern oder deine Großeltern sind nicht in Deutschland geboren). Also ist das Brösel die einzige Möglichkeit für unter 18 Jährige, sich am Wochenende auszutoben. Und gerade diese jungen Jugendlichen können leicht manipuliert werden, denn nicht alle sind so mündig, wie sie denken. Das der Betreiber ein Fan von Roland Koch ist, sagt doch schon alles...

b.le hat gesagt…

P.S.:
Noch hinzuweisen ist auf folgendes, was sich beim aufmerksamen Lesen des TienAnton-Artikels erschließt: Leider hat der Betreiber der Diskothek trotz mehrmaligen Bittens und Nachfragens der Schüler im Vorfeld der Feten-Planungen zu keiner Zeit irgendwelche Richtlinien, Rahmenstandards oder Regeln, die in seiner Diskothek gelten (z. B. kein Einlass für Ausländer) als Information an die Schüler weitergegeben, noch sind trotz hartnäckigen Drängens der Jugendlichen schriftliche Vereinbarungen bezüglich der gesamten Abwicklung getroffen worden.
Wäre den Schülern von Anfang an bekannt gewesen, dass Ausländern und Deutschen, die „ausländisch aussehen“, grundsätzlich der Eintritt verwehrt wird bzw. dass eine "Ausländerliste" zu erstellen ist, so wäre das Brösel als Veranstaltungsort von vornherein nicht in Frage gekommen. Die Planungen waren jedoch bereits so weit fortgeschritten und der Feten-Termin stand kurz bevor, als besagte Liste gefordert wurde, dass die Party zeitlich nicht mehr abzusagen war.
Deshalb wäre es seitens des Betreibers nur fair (gewesen), von Anfang an mit offenen Karten zu spielen und seine Bedingungen kundzutun. Dann kann sich (wie Herr / Frau Anonym richtig bemerkt) ja jeder selbst überlegen, ob ihm die Gesinnung des Brösels zusagt, er diese Diskothek besuchen möchte, oder er sich einen anderen Ort zum Feiern sucht.
So wie die Sache hier aber gelaufen ist, ist der Unmut der Schüler nach viel investierter Zeit und Arbeit für die Party nur nachzuvollziehen und das Herstellen von Öffentlichkeit verstehe ich somit als "Aufklärungsarbeit" für nachfolgende Schülergenerationen.

Anonym hat gesagt…

Ich kann diese Meinung durchaus nachvollziehen und es soll auch nicht der Eindruck entstehen, dass ich dieses Verhalten des Disko-Besitzers befürworte. Im Gegenteil: Auch ich denke, dass es ein Unding ist alle Ausländer in einen Topf zu stecken und auch ihnen der Eintritt erlaubt werden sollte. Wenn ein Besitzer aber solche Maßnahmen (die ja angeblich auch gegen bekannte Deutsche Randalierer) ergreift, ist dies sein Recht und es wäre unfair ihn direkt als Rassisten darzustellen. Wenn er der Ansicht ist, dass man Ausländer generell nicht reinlassen sollte um eine Gefahr für andere Gäste auszuschließen, ist das seine Meinung und man hat sie zu akzeptieren, da er sich um das Wohl seines Ladens fürchtet. Damit möchte ich nicht sagen, dass ich dieses Verfahren befürworte, aber versuche mich in die Lage des Besitzers hineinzuversetzen. Was mir an dieser ganzen Öffentlichkeitsaktion nicht gefällt, ist die Tatsache, dass sich eben viele junge Leute einfach in eine Schiene drängen lassen. Natürlich ist es in diesem Fall als durchaus positiv zu sehen, weil man ein (zumindest gesellschaftlich gesehen) gutes Ziel verfolgt. Es wird aber gefährlich, wenn man einfach blind der Mehrheit folgt und man nicht mehr für sich selber entscheidet was richtig, und was falsch ist. Wären nämlich wirklich diese Jugendlichen der festen Überzeugung, dass diesem Laden ein Ende gesetzt werden muss, dann sollten sie diszipliniert genug sein um sich am Wochenende woanders auszutoben, auch wenn das Unannehmlichkeiten für sie selber bedeutet. Und genau das ist das Problem: Es ist einfach immer mit der Mehrheit gegen etwas zu schreien, aber wenn es dann darauf ankommt zu handeln und eventuell ein paar Kilometer mehr zu fahren, wird dieses vorher noch gescholtene Verhalten des Disko-Besitzers wieder gedultet.
Und zur Anmerkung des Users "tim k": Der letzte Satz des Statements zeigt ein Beispiel für diese Meinungsmache in Deutschland. Wenn man berechtigte Gründe hat an Roland Kochs Politik zu zweifeln und sämtliche Punkte seiner Vorschläge kennt, steht einem eine sowie positive als auch negative Beurteilung zu. Da aber in den Medien nur ein Punkt aus seinem Wahlprogramm vorgestellt und angeschwärzt wird, ist diese neutrale Beurteilung schon nicht mehr gegeben. Damit bleibt festzustellen, dass es einem Politiker nicht mehr erlaubt ist eine Meinung zu vertreten, die den bisherigen widerspricht, ohne gleich als Rassist oder Nazi dargestellt zu werden. Und diese Art der "Öffentlichkeitsarbeit" sehe ich sehr kritisch!
Aber um zum eigentlichen Thema zurückzukehren: Im Grunde sind wir uns ja im wichtigsten Punkt einig, dass in Zukunft diese Diskothek einfach nicht mehr besucht werden sollte. Denn nur diese Art des Protests wird etwas erreichen.

Anonym hat gesagt…

Ich war gerade auf der Brösel Homepage. Da laufen rechts Werbebanner. Es lohnt sich bestimmt, den Presseabteilungen der werbenden Unternehmen einen Link zu dem Artikel zu senden und offiziell zu fragen ob er denn die politische Einstellung des Diskobetreibers teilen würde. Eine Hinweis auf die Veröffentlichung einer Antwort im Internet wäre auch hilfreich. DIe gleiche Anfrage kann man an den FTP-Kreis und die Bundes-FTP schicken. Als letzte geht die Anfrage auch noch an die Brauerei, bei die Disko ihre Getränke bezieht. Hartnäckig betrieben wird das schon seine Wirkung haben.

haekelschwein hat gesagt…

Die Abiturienten hätten in jedem Falle vor Vertragsabschluss darauf hingewiesen werden müssen, welche Einlassregeln in der Disco gelten. Man stelle sich vor, der Lokalbetreiber wäre nicht Rassist, sondern Sexist und würde plötzlich allen weiblichen Gästen den Einlass verwehren - das wäre gewiss eine öde Abifeier geworden. :D

Simon hat gesagt…

Anonym schrieb:
Wenn ein Besitzer aber solche Maßnahmen (die ja angeblich auch gegen bekannte Deutsche Randalierer) ergreift, ist dies sein Recht und es wäre unfair ihn direkt als Rassisten darzustellen. Wenn er der Ansicht ist, dass man Ausländer generell nicht reinlassen sollte um eine Gefahr für andere Gäste auszuschließen, ist das seine Meinung und man hat sie zu akzeptieren, da er sich um das Wohl seines Ladens fürchtet.

Da der Betreiber Menschen aufgrund ihrer Herkunft (und vermutlich nicht einmal das, sondern aufgrund äußerlicher Merkmale) unterstellt, Probleme zu verursachen, ist er per Definition ein Rassist. Punkt.
Und diese Meinung mag er zwar haben, akzeptieren muss man das aber nicht. Insofern finde ich die Öffentlichmachung auch gut und angemessen, denn so fällt es einem als mündigem Bürger doch leichter zu entscheiden, wo man seine Abende verbringen möchte.

Anonym hat gesagt…

Also b.le, was an der Ausländerliste und daran, generell keine Ausländer nicht reinzulassen, jetzt nicht rassistisch ist, das könntest Du vielleicht mal weiter ausführen. Es gab mal eine Zeit in diesem Land, zu der eine bestimmte Bevölkerungsgruppe aus Bereichen des öffentlichen Lebens ausgeschlossen wurde. Würde Dir sicherlich bekannt vorkommen, wenn Du im Unterricht aufgepaßt hättest. Und Leute, nein, es ist nicht das Recht des Besitzers, willkürlich Bevölkerungsgruppen auszuschließen, das nennt sich Diskriminierung und ich hoffe, daß die Betroffenen das durchziehen werden und den Betreiber verklagen werden. Schade, daß in der FDP Platz für Rassisten ist wie dem feinen Herrn Johannböke...

Anonym hat gesagt…

Man hätte doch auch einfach gelbe Sterne an die ausländisch wirkenden Mitschüler verteilen können.

Kein Datenschutzvergehen und eine einfache, bewährte, Kennzeichnung.

Anonym hat gesagt…

Eine "Ausländerliste" erstellen zu lassen nennt Ihr nicht Rassismus?

Ihr laßt Euch von einem Rassisten erpressen und anstatt ihn mit Schimpf und Schande aus der Stadt zu jagen, macht Ihr Euch Sorgen um die paar Kröten, die eine Absage gekostet hätte?

Ich fasse es nicht!

Udo B. hat gesagt…

Die Praktiken des Herrn Johannböke können und dürfen so nicht widerstandslos hingenommen werden. Weder von der Gemeinde, noch den Besuchern, und schon gar nicht von Unbeteiligten, die den Sachverhalt nur aus Berichten kennen. Ob der Betreiber des "Brösel" es wahrhaben will oder nicht: seine Einstellung ist nicht nur im Sinne unseres Landes nicht in Ordnung.

Es wäre übrigens interessant zu erfahren, ob sein Lokal mit gleichem Procedere, direkt hinter der NL-Grenze geführt, auf ähnliche Kritik stoßen würde.

Eltern, deren Kinder dieses Lokal besuchen, sollten unbedingt mit diesen darüber sprechen, um Unsicherheiten zu klären, Standpunkte zu vertreten und selber Stellung zu beziehen.

Die Auslese nach Gusto der Club-und Diskothekenbetreiber ist auch in Deutschland gängige Praxis und sehr wohl nachzuvollziehen. Möchte ein Betreiber ein bestimmtes Publikum als Kundschaft eingelassen wissen, gibt er entsprechende Direktiven an sein Türpersonal. Dass dabei hier und da bei Abgewiesenen Unmut entsteht, liegt auf der Hand. Der Ausschluss ganzer Bevölkerungsgruppen dagegen ist, wie von mehreren hier Kommentierenden schon mehrfach erwähnt, nicht akzeptabel. Ist erfahrenes und geschultes Türpersonal vor Ort, so ist es durchaus in der Lage, einen akzeptablen Publikumsmix zu selektieren, der nicht aus Randalieren gleich welcher Nationalität besteht. Anscheinend wird dies aber im vorliegenden Fall weder gewünscht noch propagiert.

Wer ist also als nächstes an der Reihe, wenn nicht Einhalt geboten wird?
Die Blonden?
Die Blauäugigen?
Es bleibt spannend.

Anonym hat gesagt…

Da die Entscheidung, doch im Brösel zu feiern, oft missverstanden wird, würde ich gerne nochmal etwas dazu sagen.

Diese Vorabifeten werden ja nicht zum Spaß gemacht. Die betroffene Stufe versucht selbstständig, einen Betrag zu organisieren, der später in den Abiball investiert werden kann und für all das, was rundherum anfällt.

LG,

Lupus

Für die Feier im Brösels wurden Plakate gedruckt und Geld zur Werbung ausgegeben.
Die Nachricht über die ganze Geschichte kam sehr spät, erst einen Tag vor der geplanten Feier.
Bei der Stufenversammlung sprachen sich zahlreiche Schüler dafür aus, garnicht erst hinzugehen, was viele auch nicht getan haben, aber erstens konnte man wohl kaum noch alle Plakate abhängen und zweitens gibt es einen Vertrag.

Die ganze Sache ist nunmal nicht so einfach wie man es sich vorstellen mag. Viele sind nicht hingegangen und das Brösel war trotzdem voll. Es gibt genug Jugendliche die gerne hingehen, und mehr als die Hälfte ist völlig uninformiert über die rassistischen Ansätze. Manchen ist es wahrscheinlich sogar egal.

Die Stufe 12 hat Mut bewiesen, Stellung zu nehmen, an die Öffentlichkeit zu gehen. Sie steht dazu, das Brösel nicht zu unterstützen.
Was der Leser daraus macht, ist seine Sache, aber ich denke, dass man dieser Stufe absolut nichts vorwerfen kann.