19.1.08

Süchteln brannte lichterloh...

...und konnte nur noch mit reichlich Bier gelöscht werden. Tim Robens war für Tien Anton vor Ort, hier sein Bericht:

Als trickORtreat gegen 1 Uhr die Bühne des Süchtelner Josefshaus verließen war klar: Das Ziel, das sich das Organisationsteam um Markus Heines gesteckt hatte, war voll aufgegangen, Süchteln hatte lichterloh gebrannt. „Es sind aktuell circa 650 junge Menschen hier und wir können niemanden mehr reinlassen. Das toppt sogar den Zuschauerrekord aus dem letzten Jahr noch mal“, sagt Daniela, die an der Kasse sitzt.

Wie viel 650 Menschen sind, wird klar, als Cyrcus aus Heinsberg zu spielen beginnt und von allen Ecken des Josefshaus Fans versuchen, möglichst nah an die Bühne zu kommen. Eingeheizt durch Frontmann Chubby tobt die Menge, die sich bereits bei Add No Aid und den Newcomern von Beat!Beat!Beat! kaum zurück halten konnte.

Deren Bassist Tim Gerke sitzt nach dem Auftritt ziemlich erschöpft am Rand des Geschehens. „Wir haben zwar ein paar kleine Fehler gemacht, aber die Leute hier sind sensationell.“ Die relativ junge Band teilt mit ihrem Mix aus Indie-Rock, House und Trash auch bei ihrem zweiten größeren Auftritt die Gemüter: Während die einen begeistert von den vier jungen Musikern aus Viersen und Umgebung sind, finden die anderen ihre Musik „trashig“, „zu elektronisch“ und „schlecht umgesetzt“.

Doch gerade hier liegt seit Jahren die Stärke von Süchteln Brennt, wo sich nicht nur alle Altersgruppen von 16 bis weit über 40 ein Stelldichein geben, sondern auch musikalisch für jeden Geschmack etwas dabei ist. Das zeigt eindrucksvoll auch Dawson’s Crack, die vorletzte Band des Abends, deren Musik eher in Richtung Ska-Punk geht. Durch die erfolgreiche Kombination von klassischer Bandbesetzung mit Gitarre, Schlagzeug, Bass und zwei Blechbläsern brachte sie die Menge in Stimmung. In wildem Pogo feierten die Besucher die Band und den Abend. Dawson’s Crack-Trompeter Fabian fällt dazu nur eines ein: „Süchteln Brennt ist eines der besten Rockfestival in der Umgebung. Alles ist perfekt organisiert und das Publikum ist gut drauf.“