Fernseh-Prominenz "für Lau" gab es am Mittwoch im Dülkener Bügerhaus zu bewundern. Bill Mockridge ist nicht nur bekannt als spätberufener Lindenstraßen-Mutter-Beimer-Stecher aus der gleichnamigen Sozialkitsch-Endlos-Serie sondern zudem mit allen Bühnen-Wassern gewaschene Rampensau des von ihm begründeten Bonner Improvisationstheaters "Springmaus". Einer, der sich, gehärtet im Stahlbad der Provinzbühnen-Tingelei, seinen Sinn für die Realität bewahrt hat.Insofern kann man ihm noch am wenigsten einen Vorwurf machen für sein Mitwirken bei dem von der Volksbank Viersen ausgerichteten "Infotainment"-Event mit dem schönen Namen "Abgeltungssteuer mal anders erklärt." Schließlich müssen wir alle sehen, wie wir über die Runden kommen, geldmäßig betrachtet. Von einmal pro Woche im Fernseh' auftreten kann man halt keine Familie am Kacken halten, das verstehen wir doch. Nicht ganz so lustig fanden wir allerdings, dass die von Mockridge vorgetragenen Comedy-Intermezzi zum allergrößten Teil auf recycletem Uralt-Witzmaterial beruhten. Kostprobe: "Na, mal Hand auf's Herz, welcher der anwesenden Herren hat denn heute Abend seine Garderobe selbst zusammengestellt?"- zwinkerzwinker...
"Zum Lachen bringen" und eventuell auch "zum Nachdenken anregen", wie vom Volksbank-Sprecher angekündigt, konnte derlei Pseudo-Kabarett zwar erstaunlicherweise die Mehrheit im gut gefüllten Saal, nicht jedoch den Rezensenten, den der Vortrag des Bühnen-Profis Mockridge stattdessen mehrfach zum Gähnen "brachte". Das Einzige was hier "angeregt" wurde, war die Hoffnung, im nachfolgenden Fachvortrag zum Steuerthema wenigstens mit unfreiwillig humoristischen Einlagen entschädigt zu werden. Bis auf ein paar kleinere Versprecher aber leider auch hier Fehlanzeige.
Ein erstaunlich schlecht - sprich: ohne jegliche sinngebende Betonung - vortragender Investment-Heini machte sich gar nicht erst die Mühe, den eigentlichen Zweck der Veranstaltung zu verschleiern und begann recht zügig damit, den Zuhörern die Vorteile des möglichst baldigen Erwerbs von Aktien-Fonds des ihn beschäftigenden Finanzdienstleisters ans Herz zu legen. Immerhin bewies der Mann erstaunliche Beharrlichkeit beim wortwörtlichen Ablesen von Info-Grafiken, was zu deren Verständnis zwar weniger als nichts beitrug, dafür der Situation aber eine gewisse meditativ-esoterische Weihe verlieh.
Auf dem fluchtartig vorzeitig angetretenen Heimweg dann doch noch etwas zum Lachen, zwar nur aus Schadenfreude aber immerhin: ein zuvor bereits im Bürgerhaus per Lautsprecher-Durchsage ausgerufener Falschparker hatte offensichtlich nicht aufgetrieben werden können. Jedenfalls wurde sein Auto gerade vom Abschleppdienst an den Haken genommen - wie das halt so geht, wenn man eine Einfahrt zuparkt. Welche Einfahrt? - Na, die vom Dienstparkplatz der örtlichen Polizeiwache...
8 Kommentare:
Meine Fresse, lässt aber ziemlich zäh lesen....aber enldich mal ne Kritikund nicht immer dieses schönlabern...
det was ich da gerade geschrieben habe ,lässt sich aber auch nicht besser lesen,..man man weber
Wenn du willst, lösch ich beide Kommentare und du versuchst es noch mal...
die Vorschau-Funktion wirkt auch manchmal Wunder ;-)
hahhahhaaa...
DAS ist Deine Schreibe! :-)
Aargh, ertappt! :)
Vielleicht noch einen Hauch zu "verschraubt", mag am Wegfall der Notwendigkeit zur Selbstzensur liegen...
Nuja, wir üben halt alle noch ;-)
Wie blöd muß man als nichts von Steuern wissender Journalist eigentlich sein, um so einen unqualifizierten Beitrag zum Versuch einer Bank abzugeben,
daß für viele wichtige Thema Abgeltungssteuer mal nicht so bierernst darzustellen. Die Sparkasse schafft´s gerade zu ner Info im Schalterraum und alle anderen bieten auch nur "ihre"
Produkte an. ich war auch da - den meisten hat´s gefallen.
Außer Dir vielleicht - aber Ahnung dazu hast Du ja wohl auch keine....
hmm, der letzte kommentar kann nur von einem sein der bei einer bank arbeitet,.......warum denn immer so böse, geht doch auch lieb, wir sind doch alle gotteskinder !!!
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