9.4.08

Ein Buch, ein Buch!

Tien Antons aktuelle Zug-Lektüre auf dem Weg zur Arbeit ist der vom Viersener Hubert-Vootz-Haus herausgegebene Band über dessen Namenspatron: "Hubert Vootz – ein Leben für die Freiheit". Bisweilen etwas angestrengt aufklärerisch im Duktus weiß diese Biografie des Viersener Nachkriegs-Bürgermeisters und Falken-Mitbegründers besonders in den historischen Passagen zu fesseln.
Zu lesen, wie die Nazis unter bereitwilliger Teilnahme eines Großteils der Bevölkerung in Viersen, Dülken und Süchteln wüteten, lässt einen erschauern. Der Gedanke, dass es nicht mal ein ganzes Menschenleben her ist, dass der Viersener Festhallenkeller als Gestapo-Verhör- und Folterkeller genutzt wurde erzeugt ein Gefühl davon, wie dünn das Eis der Zivilisation ist, auf dem wir uns bewegen.
Lothar Klouten: Hubert Vootz – Ein Leben für die Freiheit ©2008 ISBN: 978-3-00-023682-2

Das Buch - Otto Strutz, Leiter Hubert-Vootz-Haus