Altweiber-Randale
Während sich die einen bestens amüsierten gab es an beiden gestern von uns besuchten Schauplätzen auch in diesem Jahr die scheinbar unvermeidlichen Idioten, deren einzige Möglichkeit zur Selbstbestätigung im Ausleben blanker Gewalt besteht.
Die Altweiber-Bilanz der Viersener Polizei fällt jedenfalls eher ernüchternd aus, wie einige Auszüge aus dem aktuellen Polizeibericht belegen:
Der Schwerpunkt der Einsätze lag erwartungsgemäß in Viersen und Dülken. Entsprechend hatte sich die Polizei mit zusätzlichen etwa 20 Beamten auf das höhere Einsatzaufkommen eingestellt. Die eingesetzten Beamten stellten ein allgemein höheres Aggressionspotenzial fest. Offensichtlich war die Gewaltbereitschaft nicht nur durch Alkoholkonsum bedingt höher als im vorigen Jahr.
Zu massiven Auseinandersetzungen mit alkoholisierten Personen kam es gegen 19:30 Uhr an der Börsenstraße in Dülken. Aus einer Gruppe heraus wurde ein Scheibenwischer eines Streifenwagens abgerissen. Als ein Beamter nach kurzer Verfolgung den mutmaßlichen Täter, einen 25-jährigen Mönchengladbacher, stellen konnte und zum Streifenwagen zurückführen wollte, wurde der Polizist durch Tritte und Schläge von der 20-jährigen Schwester des Verdächtigen angegriffen, die dadurch die vorläufige Festnahme verhindern wollte. Dem 25-Jährigen gelang es vor seiner Ingewahrsamnahme, eine Reizgasflasche zu zücken und die Beamten damit zu attackieren.
Auch in dem Gefangenentransportwagen schlug, trat und spuckte die junge Frau um sich. Später auf der Wache Viersen setzten sich die verbalen Beleidigungen und Bedrohungen fort, so dass sie die Nacht im Gewahrsam verbringen mussten.
Auf dem Sparkassenvorplatz in Viersen kam es gegen 19:30 Uhr zu einer Schlägerei, bei der eine Gruppe von sechs jungen Männern auf drei andere Männer losgingen und diese zusammenschlugen. Nachdem es zunächst verbale Provokationen gegeben hatte zog sich eine Gruppe von drei jungen Männer zurück, um einer weiteren Auseinandersetzung aus dem Weg zu gehen. Die anderen streitsüchtigen Personen folgten ihnen aber und schlugen und traten schließlich grundlos auf das Trio ein. Die Aggressoren flüchteten anschließend. Durch Zeugenaussagen gelang es, fünf der sechs mutmaßlichen Schläger, alle 19 und 20 Jahre alt aus Viersen, in Tatortnähe aufzuspüren und vorläufig festzunehmen.
An der Hauptstraße in Viersen fiel gegen 21:30 Uhr ein 18-jähriger Viersener durch besondere Aggressivität auf. Er provozierte Passanten durch Anrempeln und war offensichtlich darauf bedacht, Streit anzufangen. Auch als Polizisten hinzukamen, um den Aufsässigen zu besänftigen, beruhigte er sich nicht. Die Beamten entschlossen sich daraufhin, den Mann vorübergehend aus dem Verkehr zu ziehen. Gegen die Ingewahrsamnahme sträubte sich der Mann massive und setzte sich mit Tritten und Schlägen zur Wehr. Dadurch wurde ein Polizeibeamter leicht verletzt. Der renitente Viersener hatte in seinem Jackenärmel einen Holzschlagstock versteckt, der zur Gefahrenabwehr sichergestellt wurde. Der junge Mann, der nicht alkoholisiert war, wurde wieder entlassen, als sich sein erhitztes Gemüt beruhigt hatte...
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