Zwar liegen mit dem Viersener Tulpensonntags- und dem Dülkener Rosenmontagszug die Höhepunkte der "fünften Jahreszeit" erst noch vor uns, trotzdem gebietet es die berichterstatterische Pflicht, den Blick schon mal nach vorne zu richten, schließlich gehen auch die "tollsten" Tage einmal vorbei.
Für die Menschen in der Region bietet der traditionelle Dülkener Schöppenmarkt einen ziemlich einzigartigen Übergang vom mehrtägigen karnevalistischen Dauerrausch zurück ins normale Leben. Was kann schließlich ernüchternder sein, als sich von einem schier endlosen Menschenstrom stundenlang völlig willenlos an Unterwäsche-, Gemüse- und Autopolitur-Ständen vorbeischieben zu lassen?
Allen, die, unabhängig von einem möglichen Ausnüchterungs-Bedarf, ganz einfach Spaß haben an derartigem Treiben sei der offizielle Pressetext der Stadt Viersen zur Lektüre anempfohlen:
Dülken wird wieder zum Mekka der "Fliegenden Händler"
Viersen. Er sucht in ganz Westdeutschland seinesgleichen: Der Dülkener Schöppenmarkt öffnet traditionell am Aschermittwoch (25. Februar) wieder seine Pforten. Über 160 Jahre reicht die Tradition zurück. Schon 1847 fand in Dülken am Aschermittwoch ein ganztägiger Krammarkt statt. Der Schöppenmarkt ist aber nicht nur einer der ältesten, sondern auch einer der größten Krammärkte der Region. 500 Händler haben sich angesagt. Und auch in diesem Jahr rechnet die Stadt Viersen als Veranstalter wieder mit einer enorm großen Zahl von Kaufinteressierten. Je nach Wetterlage strömten in der Vergangenheit bis zu 100.000 Besucher durch die Straßen.
Die „Fliegenden Händler“ kommen aus allen Regionen Deutschlands, aber auch aus den benachbarten Niederlanden und aus Belgien. Über vier Kilometer lang ist die Verkaufsfront in der Dülkener Innenstadt. Und an den Ständen wird alles angeboten, was das Herz begehrt: Blumendünger, Kristallglas, Terrakotta, Gardinen, Kinderbücher, Haushaltsreiniger, Kräuterbonbons, Miederwaren, Fußball-Fanartikel, Aale, Holzschnitzereien, Laugenbrezel, Reinigungsmittel aller Art, Tiernahrung, fernöstliche Geschenkartikel, Trachtenmoden, Pferdefleisch oder Autoscheibenwischer bis hin zu Fellresten - alles wird hier verkauft. Die vollständige Aufzählung der Angebote würde jeden Rahmen sprengen. Publikumsmagneten sind wieder die Marktschreier, die ihre Waren lautstark präsentieren und zu Schleuderpreisen anbieten.
Imbissstände mit Spezialitäten aus aller Welt sowie viele Getränkestände sorgen überall für das leibliche Wohl der Besucher. Besonders für das traditionelle Fischessen am Aschermittwoch werden auch wieder Fischspezialitäten angeboten. Der Dülkener Schöppenmarkt ist von 8 bis 20 Uhr geöffnet. Die Stände befinden sich auf der Schulstraße, dem Wilhelm-Cornelißen-Platz, der Gewandhausstraße, der Kreuzherrenstraße bis zur Moselstraße, dem Alten Markt, der Börsenstraße, der Blauensteinstraße, der Lange Straße bis zur Kreuzherrenstraße und auf dem Eligiusplatz. Besuchern stehen unter anderem die Parkplätze Melcherstiege, Neumarkt, Heesstraße und der Parkplatz hinter dem Verwaltungsgebäude Theodor-Frings-Allee zur Verfügung. Zweckmäßiger ist es aber, nicht mit dem eigenen PKW nach Dülken zu kommen, sondern öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen.
Fotos: Dieter Mai


1 Kommentare:
Sehr geehrte Damen und Herren! Ich bin begeistert vom Schöppenmarkt!! War ein tolles Erlebnis.
Leider mit einem bitteren Endgeschmack.
Ich bin dieses Jahr zum ersten mal auf dem Markt gewesen. Leider kannte ich mich nicht mit der Parkplatzsituation aus und parkte auf einer Grünfläche in der nähe des Marktes. Als ich zurück zum Auto kam war es Abgeschleppt. Sorry ich war natürlich erbost. Im nachhinein ist es Fakt das ich falsch geparkt habe und ich ein Ticket bekommen .... Nur vielleicht als Anregung wie wäre es mit einem Schild z. B. Parken verboten. Ich fand die Situation sehr unangenehm und werde niemandem empfehlen auf diesen Markt zu gehen. MFG D. B.
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