11.5.09

Kleiner Ninja ganz groß

Ein Überraschungssieger, alte Bekannte die besser als je zuvor aber immer noch nicht gut genug waren, dazu noch stärkere Zweite als die vermeintlich kaum zu toppenden Breakdowns at Tiffany's - die dritte und letzte Vorrunde des Viersener Bandcontsts "Young Talents" hatte es wahrlich in sich.

Foto-Impressionen von der letzten Vorrunde der "Young Talents"

Ins Finale wären sie sowieso beide gekommen, aber das Publikum schien am Samstagabend mal wieder Spaß daran zu haben, der Wertung der Jury seinen eigenen Stempel zu verpassen. So siegte am Ende nicht die ebenso souverän wie dynamisch auftrumpfende Crossover Hip Hopp Crew Acoustic Rocks sondern die leiseste Band des Abends, wenn nicht sogar aller bisherigen Viersener Bandwettbewerbe überhaupt.

Mit ihrem akustisch zelebrierten "Wohnzimmer-Rock" trafen Twelveinchninja offenbar genau den Nerv des RKW-Publikums, das traditionell eigentlich sonst eher auf Hardcore und Punk geeicht ist. Jedenfalls brauchte es keine zweite Aufforderung, schon setzten sich Style Queens und Headbanger in friedlicher Eintracht auf den Boden vor der Bühne und zelebrierten gemeinsam mit den Ninjas ein denkwürdiges Zuhör-Konzert: Wall of Kuschel statt Wall of Death war das verblüffende Gebot der Stunde.

Leidtragende einer ungemein starken Konkurrenz waren, wieder einmal, die Neo-Grunge-Rocker von Violet. Trotz eines erneut starken Auftritts, ihrem besten in drei Jahren Wettbewerbs-Geschichte, reichte es für das dynamische Trio schon wieder nicht zum Einzug ins Finale. Ginge es nach mir, hätten die Drei für ihre Beharrlichkeit, die erkennbare musikalische Weiterentwicklung und ihr sympathisches Auftreten eine Wildcard für einen Auftritt außer Konkurrenz beim Finale verdient.

Dem, was Organisatorin Birgit Zerres den Indie-Rockern von In Reality ins Stammbuch schrieb ('Arbeitet noch etwas an Eurem Timing und bewerbt Euch auf jeden Fall nächstes Jahr wieder!'), könnte man hinzufügen: Ihr wart schon ziemlich gut, aber die Konkurrenz war an diesem Abend einfach zu stark.

Wir von der Jury, das Publikum und die Bands freuen sich in jedem Fall auf ein Finale mit einer musikalischem Bandbreite wie sie der Wettbewerb noch nicht erlebt hat: Fun-Punk, Hardcore-Metal, Hip Hop und Unplugged-Rock werden am Pfingstsamstag im Süchtelner Josefshaus erklingen, im musikalischen Wettstreit um den Titel "Beste Viersener Newcomer Band 2009".

2 Kommentare:

marius hat gesagt…

guter artikel - ich frage mich nur, wie die RP es hingekriegt hat, fast alles durcheinander zu werfen, was man nur durcheinander werfen kann..
im finale vielleicht kein freibier für die RP redaktion - dann stehen die bandnamen und platzierungen demnächst auch richtig in der presse.

Dieter (Tien Anton) hat gesagt…

Hey Marius, für die RP kann ich diesmal nix, das war nicht meine Baustelle. Meines Wissens hat die liebe Kollegin sich auch nicht an der Bierflasche festgehalten. Da muss was anderes schiefgelaufen sein. Den Artikel hab ich allerdings noch nicht gelesen, da ich die RP immer erst 'nen Tag später aus zweiter Hand beziehe...

In diesem Sinne: Freibier für alle! :)