Ein Abgesang auf eine eigentlich sehr schöne WohnsituationWährend die einen nette Nachbarn haben, müssen sich andere mit
grenzdebilen Soziallegasthenikern herumschlagen. Da kann es auch schon mal passieren, dass aus einem ursprünglich geplanten "nach harter Bürowoche mal ein paar Tage bei leichter Gärtnerarbeit in der zum angemieteten Wohnraum gehörenden Gartenhälfte entspannen" ein "nach verzweifelter Flucht aus der eigenen Wohnung erlittener schwerer Kater nach massivem Ertränken spontan aufkeimender Mordgelüste" wird.
"Wie," höre ich den ein oder anderen einwenden, "so ein Aufstand, nur weil der liebe Nachbar mal wieder ohne Vorankündigung eine 18
stündige Gartenparty mit
Non-
Stop-
Ghettoblaster-
Beschallung schmeißt?" Stimmt,
soo schlimm ist das ja eigentlich gar nicht, gemessen z.B. an Hausnachbar Nummer 2, einem Pensionär mit Blockwart-Qualitäten, der ganzjährig mit großflächig in die Beete gestreutem feinstem Vogelfutter neben den avisierten Adressaten auch ganze Horden von Ratten
anfüttert, denen anschließend mit dem selbstredend nur über geheime Kanäle ("Hab ich in Holland besorgt, hierzulande kriegt man ja so was gar nicht mehr...") zu beziehenden Spezial-Rattengift der Garaus gemacht wird. Im Nachbarland gibt es übrigens auch (psst!) prima Unkrautvernichtungsmittel, da kann man sich das Bücken zum Unkrautzupfen glatt sparen.
Oder sind gar die Vermieter das größte Übel? Jene Abkömmlinge alten
Dülkener Fabrikanten-Geschlechts, die allen
Globalisierungs-Tendenzen zum Trotz und durchaus löblicher Weise den heimischen Textil-Fabrikationsstandort aufrecht erhalten, dafür aber dem eigenen Grund- und Mietshaus-Besitz gerade einmal soviel Pflege angedeihen lassen, dass nicht alles auf der Stelle in sich zusammenfällt.
Der Weg zum, wie fast das gesamte Häuser-
Karree in Fabrikantenbesitz befindlichen, Garagenhof wäre ob seiner
Unbeleuchtetheit ein gerdezu idealer
Vergewaltigungspfad, residierte nicht die Viersener Kriminalpolizei gleich nebenan. So bleibt es immerhin noch die perfekte nächtliche Stolperfalle, weil neu entstehende Schlaglöcher dort traditionell mit jeweils einer Schippe groben Schotters "entschärft" werden. Die die Zufahrt säumenden Büsche und Sträucher suchen mangels regelmäßigem Beschnitt immer wieder den gar zu innigen Kontakt mit der schützenden Lackschicht einfahrender Kraftfahrzeuge. Schön auch, dass die "feinen Herrschaften" in den Mietverträgen ihrer so nachlässig gewarteten Wohneinheiten
en Detail die Bürgersteig-
Reinigungspflichten der Bewohner geregelt haben, selbst jedoch vor ihrer gleichfalls im Viertel gelegenen Haustür so gut wie nie profanen Betätigungen wie Unkrautjäten oder Straßefegen nachgehen (lassen).
Lange Rede, kurzer Sinn: wir sind es einfach satt! Da wir außerdem zukünftig mit unserem sauer verdienten Geld nicht mehr die Taschen eines ohnehin schon vermögenden "Landlords" füllen möchten, zeigen wir hiermit folgendes an:
Agiles Paar mittleren Alters (Sie: selbständige Steuerberaterin - Er: Autor, freier Journalist und DTP-Operator) sucht freistehendes kleines Haus mit möglichst großem Garten im Großraum Dülken (Viersen, Nettetal), gerne auch renovierungs-/sanierungsbedürftig zum Kauf. Sachdienliche Hinweise und Angebote bitte per Mail an die Redaktionsadresse.