20.9.09

Sommer-Nachschlag und Jazz-Nächte

Eine kleine Wochenend-Nachlese

Den Marienkäfern gefiel der Sommer-Nachschlag des vergangenen Wochenendes anscheinend ebenso gut wie uns Menschen. Zumindest brachte die Rückkehr der warmen Temperaturen dieses getupfte Pärchen in unserem Blumenbeet sichtlich in Wallung:

lovebugs


Ein wenig mehr von der da oben demonstrierten Leidenschaft hätte man sich auch manchmal beim diesjährigen Viersener Jazz-Festival gewünscht. Dort war es zwar voll wie lange nicht mehr, trotzdem dominierte bei den meisten Besuchern das Motto "Sehen und gesehen werden". Jedenfalls war die Lehrer-, Architekten- und Rechtsanwalts-Dichte wie üblich recht hoch. Dafür musste man die unter dreißigjährigen mit der Lupe suchen.

Kein Wunder angesichts einer Programmgestaltung, die sich auch in diesem Jahr wieder meist zielsicher zwischen eher langweiligem Mainstream (Till Brönner) und gut abgehangener akademisch gediegener Kost (Oregon) bewegte. Grenzüberschreitungen fanden, wie üblich, wenn überhaupt, dann nur in zaghafter Form statt (Efrat Alony, Alexandra Naumann). Meist setzte man auch bei der Nachwuchs-Präsentation auf stilistisch bewährtes, so waren beispielsweise die Brüder Wasserfuhr zwar brillant, aber eben auch Vertreter eines Contemporary Jazz der letztlich doch eher epigonenhaften Art.

Dass ich den abgespaltenen "Jugendtag" am Sonntag für eine Fehlentwicklung halte, mir die Einbeziehung "jugendbezogener" Programmpunkte über das gesamte Festival verteilt wünschen würde habe ich an dieser Stelle schon im letzten Jahr ausgeführt. Ach ja: und bitte, bitte besorgt fürs nächste Mal einen Caterer, der nicht die halbe Festhalle mit beinahe unerträglichem Bockwürstchen-Aroma verpestet!



Einige Impressionen vom Jazz-Wochenende