Wahlplakat-Wahnsinn Teil II
Nach dem Verschönerungs-Totalverweigerer von der FDP beschäftigen wir uns in unserer heutigen Plakat-Kritik zunächst mit dem krassen Gegenteil, nämlich einer jegliche Realtität schamlos verleugnenden Komplett-Entknitterung der Grünen-Politikerin Renate Künast. Was beim Konterfei Martin Knaubers fahrlässig versäumt wurde bietet das Abbild der grünen Spitzenkraft im Überfluss: ein wahres Retusche-Massaker.
Als scheinbar willenloses Opfer eines eindeutig übermotivierten Photoshop-Virtuosen lächelt uns eine beinahe faltenfreie, seltsam wächsern anmutende Clowns-Visage entgegen, die tatsächlich noch entfernt an die ehemalige Bundesverbraucherministerin der fast vergessenen Ära Schröder/Fischer erinnert. Eindeutig ein Verdienst des intuitiv ausgleichend tätig gewordenen Plakatklebers, der, durch scheinbare Nachlässigkeit wenigstens einige wenige deutlich sichtbare senkrechte Falten auf das Gesicht der Kandidatin zaubernd, dieser einen letzten Rest an Würde erhalten hat.
Mit Photoshop-Botox gegen die Midlife-Krise: Grüne Künast
Zum Glück sind aber nicht alle Grünen derart aalglatte Karriere-Frauen. Wenigstens auf Kreisebene weiß die ehemalige Protestpartei in Gestalt von Gaby Kelly, ähem, Bailey mit einem vergleichsweise naturbelassenen Pfund zu wuchern:
Grüne Hoffnung im Kreis: der jüngste Spross der Bailey-FamilyLabels: Satire, Wahl