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Hannah Mai aus Süchteln-Hagenbroich ist nach bestandenem Abitur noch unsicher, in welche Richtung sie ihr weiteres Leben lenken will. Nach vergeblichen Bemühungen um ein Auslandsjahr bei verschiedenen kulturellen und sozialen Organisationen fasst sie den Entschluss, sich auf eigene Faust zu einer viereinhalbmonatigen Reise durch Indien und Nepal aufzumachen. Für Tien Anton wird Hannah regelmäßig in Wort und Bild von ihren Erlebnissen berichten. Eine ständig aktualisierte Galerie mit Fotos von ihrer Reise gibt es bei Flickr.
Ich habe heute morgen im Dachrestaurants des Hotels gefruestueckt, und dabei ging es mir wider erwarten noch genauso schlecht wie in der Nacht zuvor. Gegenueber von mir sass eine Portugiesin, mit der ich langsam ins Gespraech gekommen bin. Obwohl ich mich am liebsten in meinem Zimmer verkrochen haette bin ich anschliessend mit ihr auf die Strasse gegangen. Es war auch noch einige Zeit schwierig, dieses Gewirr aus Menschen, Rikschas aller Art, streunenden Hunden, Autos, Motorraedern und Gefaehrten, zu denen mir nicht mal ansatzweise ein passender Name einfaellt. Zudem wird man von:
Da ich mit dieser Art Laden schon meine Erfahrungen gemacht habe, konnte ich die Situation beide Male recht schnell erkennen. Nicht nur dass beide Laeden nahezu genauso aussahen und aufgebaut waren wie der von letzter Nacht (War einer davon vielleicht derselbe? Gibt es eine Kette solcher falschen Touristen-Informationen?), die dortigen Angestellten haben auch auf die selbe ausweichende Art und Weise reagiert wenn man von ihnen etwas anderes hoeren wollte als leeres Gewaesch: "EXCUSE me miss, you have to understand, there is a big festival going on, hotels/trains are fully booked" Bla, bla, bla...
Komischerweise hat es mich beruhigt, zu sehen, wie haeufig man doch in so eine Situation geraten kann. Denn ich habe auch gemerkt, dass man ihr wieder entkommen kann. In der Nacht zuvor war es vor allem beaengstigend, weil es eben Nacht war und ich einen langen Flug hinter mir hatte. Wenn man mal darueber nachdenkt, macht, in einem Land mit so viel Armut und so vielen am Kulturschock leidenden Westlern, die Entwicklung eines Berufszweiges, der sich dem Touristenverarschen verschreibt, irgendwie sogar Sinn.Labels: Hannah, Indien, Reise, Reisetagebuch, Reportage
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