Hannah Mai aus Süchteln-Hagenbroich ist nach bestandenem Abitur noch unsicher, in welche Richtung sie ihr weiteres Leben lenken will. Nach vergeblichen Bemühungen um ein Auslandsjahr bei verschiedenen kulturellen und sozialen Organisationen fasst sie den Entschluss, sich auf eigene Faust zu einer viereinhalbmonatigen Reise durch Indien und Nepal aufzumachen. Für Tien Anton wird Hannah regelmäßig in Wort und Bild von ihren Erlebnissen berichten. Eine ständig aktualisierte Galerie mit Fotos von ihrer Reise gibt es bei Flickr.Folge 2: Reisebekanntschaften
Nach einer anstrengenden ersten Woche im Norden Indiens (Delhi und Varanasi) bin ich jetzt erst einmal fuer ein paar Wochen im viel entspannteren Nepal. Die Mentalitaet der meisten Inder, die mir bis jetzt begegnet sind, ist fuer meinen westlichen Verstand einfach nicht nachvollziehbar. Und egal wie viel ich in meiner Reisevorbereitung ueber die Schwierigkeiten fuer alleinreisende Frauen in Indien gelesen habe, es war mir unmoeglich zu verstehen, wie viele Hindernisse sich mir in den Weg stellen wuerden. Ganz besonders in einer Situation wie dieser, wenn man sich noch nicht wirklich wohl fuehlt in einem fremden Land, sind Reisebekanntschaften sehr wichtig.
Ana aus Portugal am Red Fort in DehliIn Delhi habe ich die ersten Tage mit Ana aus Portugal verbracht, ohne sie haette ich das Hotel womoeglich nicht einmal verlassen. Tina und Steffen aus Jena habe ich in der Lobby kennengelernt, sie waren gerade aus Afrika gekommen und hatten viele spannende Geschichten zu erzaehlen. Mit einer Franzoesin, die neben mir in einem Cafe sass, bin ich durch verwinkelte Marktgassen geschlendert und von ihr habe ich gelernt den ganzen Trubel um mich herum einfach mal auszuschalten.
In Varanasi sind Simon aus Australien und ich uns an meinem ersten Tag immer wieder begegnet, bis er mich schliesslich im Dachrestaurant des Shanti Guest House andgesprochen hat, wo wir uns den Rest des Abends blendend unterhalten haben. Auch die folgenden Tage haben wir zum groessten Teil miteinander verbracht. Zusammen mit Roland und Ellen aus den Niederlanden und Joel aus Neuseeland hat sich in Varanasi eine kleine Traveller Clique gebildet. Gemeinsame Erlebnisse, wie eine abendliche Bootstour auf dem Ganges, haben uns noch enger zusammengeschweisst.
Urspruenglich wollten Roland, Ellen und ich gemeinsam den Bus nach Nepal nehmen, doch leider wurde Ellen von einer unter Asienreisenden sehr bekannten Krankheit heimgesucht: Durchfall. Delhi-Belly. Diharroe. Dieser unangenehme Zustand ist eines der beliebtesten Gespraechsthemen unter Travellern. Wer hatte es? Fuer wie lange? Wie oft am Tag? Mit oder ohne Erbrechen? In meinem ganzen Leben habe ich nicht so viel ueber anderer Leute Darmbewegungen gehoert wie in meiner ersten Woche in Indien. Da es Ellen sehr schlecht ging, wollte Roland mit ihr lieber einen Arztaufsuchen als 13 Stunden in einem unbequemen Bus zur indisch-nepalesischen Grenze zu verbringen.
Als ich nach einer 2-woechigen Odysseein in Pokhara, Nepal, angekommen bin, habe ich drei mitreisende Franzosen angesprochen. Celine und Laurent waren schon oft hier, fuer Celines Mutter ist es auch das erste Mal. Wir sind jetzt zusammen im Hotel von einem nepalesischen Bekannten des Paerchens untergebracht, ich teile mir ein Zimmer mit Maman. Morgen frueh wollen wir gemeinsam auf einem nahegelegenen Berg den Sonnenaufgang ueber dem Himalaya geniessen. Die drei sind unglaublich nett, hilfreich und fast wie eine Ersatzfamilie fuer mich.
Zumindest so lange, bis sich unsere Wege wieder trennen und ich an neuen Orten neue Leute kennenlerne.




4 Kommentare:
Hey Hannah..., ich muss Dir mal was sagen ; ich finde es Ultraendgeil wenn ein Mädchen in Deinem Alter soviel Eier in der Hose hat und so einen Weg geht, ich habe leider Flugangst und komme wohl nicht weit als Dänemark.
Solche Erfahrungen sind einfach endwichtig und helfen Dir sicherlich in Deinem Leben weiter .
Und glaube mir , du hast jetzt einen Kulturschock hinter Dir , wenn Du nach Deutschland zurückkommst , Du wirst genauso einen Schock haben !!!..Vielleicht sogar größer .
Es ist nicht immer gut in einem warmen weichen allesschützenden Mantel durchs Leben zu rennen .
Oder sobald man den Mund aufmacht einem die schönsten und tollsten Sachen in den Mund fliegen.
Was Dein Darmproblem angeht,wenn Du wieder zurück bist ,ist Dein Immunsystem sowas von gestärkt das Du die Dülkener Kanalisation aufschlecken kannst !!!!
Ich würde gerne mal n paar von diesen Pubertierenden Tussi die ich kenne und sehe dahin schicken, was für eine Wohltat diese dann in Herulkrämpfen untergehen zu sehen um dann zu erkennen das es schlimmeres gibt als ,, nicht sitzendes Haar oder die richtige Lippenstiftfarbe ..
Kopp hoch und weiter so..!!!!
Freue mich auf den nächsten Eintrag..!!!
Spannender als n ganzer Stadtspiegel und Extra Tipp zugleich
scheisse man, habe ja total viel Buchstaben wechgelassen, na ja ..meine Grammatik ist eh was fürn Arsch ;).....det gibt nix mehr
Hallo Hannah,
echt gut geschrieben...
Bin gespannt auf die nächsten Einträge! Weiterhin alles Gute!
Hallo Hanna,
spannende Reiseberichte..., komm gesund zurück,
Gruß von Papp`s Busenfreund DIRK
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