Sonderschulen abschaffen
Viersener Linke: Stadt ignoriert Konvention der Vereinten Nationen.
Vor der morgigen öffentlichen
Sitzung des Schulausschusses erinnert die Linke in Viersen in einer gemeinsamen Presseerklärung ihres Landtagskandidaten Franz Lohbusch und des Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat, Christoph Sassen, daran, dass seit fünf Jahren eine Konvention der Vereinten Nationen den uneingeschränkten Zugang für Menschen mit Behinderung zu allen Bildungseinrichtungen vorschreibt.
In der Konsequenz, so Sassen und Lohbusch könne eine Umsetzung dieser Konvention nur die Schließung aller "Sonder-" und Förderschulen bedeuten. Für Menschen mit Behinderung, auch Lernbehinderungen, müsse demnach die inklusive Erziehung an den Regelschulen, also Grund-, Haupt-, Realschulen und auch Gymnasien ermöglicht werden. Die Linke in Viersen befürchtet, dass bei der Fortschreibung des Schulentwicklungsplans die Konvention der Vereinten Nationen und die daraus resultierenden Konsequenzen wie schon in den Vorjahren keine Berücksichtigung finden wird.
Sassen und Lohbusch, der selbst fünf Jahre an einer Sonderschule gearbeitet hat, sehen hierin eine Diskriminierung von Menschen mit Behinderung und warnen vor der Gefahr einer Klagewelle betroffener Eltern mit unabsehbaren finanziellen Folgen für die öffentlichen Kassen.
Hier die Presseerklärung im Wortlaut (PDF)