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Tien Anton
Das lokale Webmagazin aus Dülken für die Region VIE und das Grenzland

7.2.10
  Brösel und der Papierkram - reloaded
Mit fragwürdigen Formularen hat man Erfahrung in der Diskothek "Brösel'". Zwei Jahre nach dem Skandal um Ausländerlisten gibt es mal wieder Wirbel um obskure Bescheinigungen in dem Brüggener Tanzschuppen. Diesmal geht es um so genannte "Erziehungsbeauftragungen", nach deren Vorlage minderjährige Besucher auch länger als bis 24 Uhr in der Disco bleiben dürfen. Entsprechende Formulare können sich die Teens, wie praktisch, einfach von der Brösel-Homepage runterladen. Versehen mit der Unterschrift der Eltern und einer volljährigen Begleitperson verheißt das Dokument Tanzvergnügen bis zum frühen Morgen, auch für unter 18-jährige.

Grundsätzlich eine legitime und juristisch korrekte Möglichkeit, für über 16- aber unter 18-jährige, in Begleitung ihrer "erwachsenen" Freunde ebenso lange feiern zu dürfen wie diese. Blöd nur, dass bei einer nächtlichen Kontrolle am vergangenen Wochnende von den 48 nach Mitternacht im Brösel angetroffenen, großteils alkoholisierten Jugendlichen kaum jemand besagtes Formular vorweisen konnte.

Richtig schräg wird es dann im, vom WZ-Artikel unterschlagenen, Schluss des Polizeiberichtes über die nächtlichen Gemeinschaftsaktion von Polizei und Jugendamt: "Entsprechende Nachweise konnten nur vereinzelt vorgelegt werden. Der überwiegende Teil sollte sich beim Betreiber der Diskothek befinden. Eine entsprechende Überprüfung durch die Einsatzkräfte konnte jedoch nicht erfolgen, da der Betreiber nicht bereit war, die Bescheinigungen auszuhändigen."

Da fragt man sich natürlich, welchen Grund besagter Betreiber wohl haben könnte, die Bescheinigungen nicht herauszugeben. Will er seine schützende Hand über die armen Kleinen ausbreiten, treibt ihn gar die Sorge um den Datenschutz um? Wenn sich seine jugendlichen Gäste an die von Ihm selbst aufgestellten Regeln in den "Brösel-FAQ" hält, dürften die inkriminierten Bescheinigungen jedenfalls gar nicht erst in seinen Besitz gelangen, schließlich heißt es dort unter Punkt 3: "Ihr müsst dieses Schriftstück (Erziehungsbeauftragung) während des gesamten Abends mit Euch führen und auf Verlangen (z.B. bei einer Kontrolle durch die Polizei, Türsteher, Mitarbeiter oder das Ordnungsamt) vorweisen können."

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5.2.10
  Gartenblog aus dem Grenzland
Foto: Hermann Gröne
Gärtner Hermann Gröne aus Leuth-Busch hat, neben seiner reichhaltigen und informativen Garten-Groene-Homepage, nun auch ein Weblog zum Thema Garten am Start. Hier präsentiert der Staudenexperte allerlei Nachrichten, Berichte und Hintergrundinformationen zu den Themen Gartenkunst, Fotografie und Webdesign.

Im Aktuellen Beitrag befasst sich Gröne mit den Möglichkeiten, die Google Maps für Gartenfreunde bietet, findet dabei aber auch kritische Gedanken zum Suchmaschinengiganten. Lesetipp für Garten- und Google-Freaks!

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26.10.09
  NERO rockte Kaldenkirchen
Rockten mit feinem Low-Tuned Metal das Quartier Latin: Brasch

Während in Viersen Tappi und Co. sich in diesem Herbst eine Auszeit gönnen, startete die Nettetaler Rockinitiative NERO e.V. richtig durch. Beim Kaldenkirchener Kneipenfestival gab es volle Locations und zufriedene Besucher wie Veranstalter. Boobilicious schafften, wie geplant, ein volles Haus im King's, der eigentliche Höhepunkt spielte sich aber in Kaldenkirchens "Home of the Blues", dem "Tach!" ab. Dort zeigte die kanadische Blues- und Rockabilly-Combo The Twisters ihre zwei Gesichter.

Legten nach verhaltenem Beginn das Tach! in Schutt und Asche: The Twisters

Wunderte sich RP-Fotograf Franz-Heinrich Busch sen. anfangs noch, wie ruhig es die Band angehen lies, stellte sich die Situation bei unserem zweiten Besuch nachts um halb eins gänzlich anders da. Jetzt hatten The Twisters das Tach in ein regelrechts Tollhaus verwandelt und berserkerten sich, angetrieben vom völlig enthemmt sein Arbeitsgerät beackernden Kontrabassisten Keith Picot und dem beseelten Bluesharp-Spiel des David Hoerl in ein veritables Rhythm'n'Blues-Inferno. Großartig.

Sorgten für Gänsehaut-Atmosphäre im Alten Brauhaus: 2Gether

Weiteres zur Freitagnacht in Kaldenkirchen mit den akustischen 2Gether, den metallischen Brasch und den punkigen Bitter Orange, die allesamt überzeugen konnten, ist nachzulesen in meinem RP-Bericht im Lokalteil der heutigen Ausgabe.

Oldschool-Punk moderner Prägung: Bitter Orange aus Osnabrück

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10.6.09
  Monsters of Rock reloaded

von Udo Gröbbels


Tribute to the Monsters of Rock“-Festival
am 14.06.2009 in der Begegnungsstätte
Niederkrüchten

„Monsters of Rock“ - dieser Name stand in den 80ern für ein Megarockfestival im englischen Donington. Zu dieser Zeiten gaben sich auf diesem Festival jährlich die damaligen großen Rock- und Metalbands die Klinke in die Hand und heute hört man immer noch von den großen Auftritten von KISS, Iron Maiden, Metallica oder auch Warlock.

Niederkrüchten calling
Heutzutage findet an gleicher Stelle in Donigton das Download-Festival statt. Trotzdem gibt es aber auch heute noch immer Tributbands, die ihren alten Helden als Coverband die Ehre erweisen und die alten Songs, Outfits und Bühnenshows weiterleben lassen. Am 14.06 wird es in der Begegnungsstätte in Niederkrüchten (nahe der niederländischen Grenze gelegen und ca. 15 km von Mönchengladbach) eine Hommage an dieses legendäre Festival geben. Vier reine Tributbands werden versuchen den Geist des alten „Monsters of Rock“-Feelings neu zu beschwören. Das ganze kann man auch als deutsch/niederländisches Rock´n Roll-Gipfeltreffen bezeichnen und durch die Grenznähe wird es mit Sicherheit ein multilinguales Rockfestival. Veranstaltet wird das Festival von Tommy Borkowitz, dem Betreiber des Rock-Cafe„Pitch Black“ in Niederkrüchten. Das „Pitch Black“ feiert an diesem Wochenende sein einjähriges Bestehen und das ganze Team freut sich, das man in Niederkrüchten ein solches Event aufziehen konnte. 



Die Bands

Da wäre zunächst die niederländische Judas Priest-Tributband „Judas Rising“. Wir können uns auf Knaller der Sorte „Freewheel Burning“, „Breaking the law“ oder „Metal Gods“ freuen. Rob Halford heißt an diesem Abend David Marcels und ist gerade mal 22 Jahre alt.



Ebenfalls aus dem Nachbarland kommt die Metallica-Tributband „Present Danger“. Auch hier darf man sich auf Songs auf allerhöchstem Niveau freuen. Überhaupt haben Tributbands in den Niederlanden eine große Tradition und erfahren dort eine gute Resonanz. Wir freuen uns auf eine tolle Show. 


Was wäre ein schönes Metalfestival ohne die Trash-Götter von Slayer? Nichts! Deshalb wird dann als deutscher Beitrag zu diesem Festival die Slayer-Tributband „Slayensemble“ am Start sein. Wir können uns schon mal auf „South of heaven“ „Raining blood“ und natürlich „Angel of death“ freuen.



Genießen in Holland Kultstatus: AC/DC-Coverband "Action in DC"

Als krönender Abschluß betritt dann als letzte Band die niederländische AC/DC-Tributband „Action in DC“ die Bühne. Im Rahmen ihrer Farewell-Abschiedstour dürfen sich die Zuschauer auf eine absolute Ausnahmeband freuen. Ich hatte schon zweimal das Vergnügen diese Band live on stage zu sehen und ich war immer hellauf begeistert. Von der Bühneshow bis zum unverkennbaren Gesang wird hier alles mit sehr viel Liebe zum Detail zu einer Huldigung an die großen australischen Vorbilder zelebriert. Bleibt nur die Frage, ob man denn zum finalen „For those about to rock“ auch die Kanonen mit nach Niederkrüchten bringt. Aber auch ohne „Böllerei“ gibt es hier AC/DC pur und für alle Freunde der Band, die keine Karten mehr für die Frühjahrsshows der Originale bekommen haben, gibt es hier einen wirklich guten Ersatz.

Karten gibt es bei Metaltix, beim Veranstalter und im Rock Cafe „Pitch Black“ in Niederkrüchten.

Sonntag 14.06.2009 in der Begegnungsstätte Oberkrüchtener Weg, 
41372 Niederkrüchten, Einlass: 15.00 Uhr, Beginn: 16.00 Uhr,
VVK: 20 Euro, Tageskasse: 25 Euro

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23.3.09
  Im BaCa: Jugendschutz-Razzia in GSG-9-Manier
Jugendliche mit Kabelbindern gefesselt

Im Rahmen der mittlerweile regelmäßig stattfindenden groß angelegten Jugendschutz-Kontrollen in Diskotheken im Kreisgebiet hat es am vergangenen Wochenende das BaCa in Kaldenkirchen "erwischt". Wenig feinfühlig zeigten sich dabei die polizeilichen Einsatzkräfte. Laut BaCa-Betreiberin Silke Langner wurde ihr Lokal in GSG-9-Manier gestürmt, Gäste umgestoßen und Jugendliche mit Kabelbindern gefesselt.

"Mit Kontrollen im Sinne des Jugendschutzes habe ich überhaupt kein Problem. Wir halten selber ständig unsere jungen Gäste an, die entsprechenden Regelungen einzuhalten. Das haben diese auch den Freitagnacht anwesenden Vertretern des Jugendamtes bestätigt. Das martialische Auftreten der Einsatzkräfte mit Sturmhauben und in bester SEK-Manier war allerdings wirklich ein starkes Stück. Neben diesem völlig überzogenen Auftreten der Polizei hat hat es auch niemand von der Einsatzleitung für notwendig erachtet, mit mir als Betreiberin Kontakt aufzunehmen. Ich selber bin auf die Vertreter des Jugendamtes zugegangen, um Kooperation anzubieten." so Langner.

Die von der Viersener Polizei-Pressestelle verbreiteten Zahlen bestätigen Silke Langners Darstellung von einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Thema Jugendschutz: aufgefallen sind bei der Kontrolle 31 Jugendliche. Bei annähernd 1000 Gästen, die an dem Abend das BaCa besuchten eine vergleichsweise gute Quote gemessen an den Zahlen bei früheren Razzien im Brösels in Brüggen und im Knepp in Hinsbeck.

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16.3.09
  3-Generationen-Rock im Lobberland

Umjubelter Auftritt von Ranzig (im Hintergrund) im Indoor-Soccer-Tempel
Hattrick Hall
. Ein Klick auf's Foto zeigt weitere Bilder vom Kneipenfestival

Lobberich Ordentlich was los war auch dieses Jahr wieder beim von der Nettetaler Rock-Initiative NERO organisierten Lobbericher Kneipenfestival. Hunderte Nachtschwärmer rockten und feierten bis in die frühen Morgenstunden. Nicht ganz so glücklich vielleicht die Entscheidung, Ranzig in der 350 Leute fassenden Hattrick Hall im etwas abseits gelegenen Gewerbegebiet auftreten zu lassen. Die wie immer enormen Publikuszuspruch auslösende Viersener Kult-Coverband zog so viele Menschen weg aus der Innenstadt hin zur fettesten Party des Abends, dass die in den kleineren Kneipen auftretenden Bands teilweise Mühe hatten, die jeweilige Location zu füllen. Hier mein Bericht zum Kneipenfest auf RP-Online.

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26.10.08
  Reise in die Vergangenheit
News from the past oder: wer erinnert sich noch an die Ganja Reggae Band?

Tom Gröne - Foto: privat
dmai Ein Gruß aus ganz alten Zeiten lag nach der Rückkehr aus dem langen Wochenende in Tien Antons E-Mail-Postfach. Über unseren MySpace-Account hat der gute alte Tom Gröne Kontakt hergestellt. Den Tom kenne ich noch aus der Zeit, als man mit Fahrrad oder Mofa von Viersen aus ins Grenzland fuhr, um in den Jugendheimen Oase/Breyell oder Arche/Lobberich zu den Klängen von Bob Marley, JJ Cale, Eric Clapton, Aphrodite's Child oder Ian Dury abzurocken.

An die 30 Jahre her, das... Tom Gröne hab ich seither immer mal wieder getroffen, meistens auf dem Zeltplatz beim Moerser Jazz Festival, wo Tom im Laufe der Jahre öfter mal sein Zelt aufgeschlagen hatte, wenn er nicht gerade in Spanien, Marokko oder Indien weilte. Ist so ein richtiger Ur-Grenzland-Hippie, der Tom, pflegt schon sein ganzes Leben lang und bis heute konsequent einen alternativen und kreativen Lebensstil. In den späten Siebzigerjahren spielte Tom Gitarre bei einem seinerzeit wohl einzigartigen Projekt, einer der regionalen Kult-Bands jener Tage, der Ganja Reggae Band.

Anno '81: Ganja Band in Dülken - ©Band
Jetzt verblüfft Tom mit der Nachricht, dass eben jener Band-Legende vergangener Tage nun ein Denkmal im Web gesetzt wurde: die Ganja Reggae Band Homepage. Dort gibt es die Original-Songs von damals sowie einmaliges Bild- und Dokumentarmaterial, dass, so abgedroschen das jetzt auch klingen mag, das Lebensgefühl einer ganzen Jugend-Generation wieder aufleben lässt. Einer Zeit, in der die langhaarigen Söhne und Töchter aus gutem Hause mit viel Enthusiasmus stets auf der Suche waren, ob nach dem Sinn des Lebens, der Erweiterung des (politischen) Bewusstseins oder einer entspannteren Auffassung von Sexualität als die der damaligen Elterngeneration.

Im Grunde waren die Grenzland-Hippies mit alledem ein paar Jahre zu spät dran, gemessen an der gesellschaftlichen Entwicklung in den großen Städten, da rüttelten unüberhörbar schon Harddrugs, Christiane F. und die Punk-Revolution an den Toren. Trotzdem - oder gerade deshalb war das damals eine ganz besondere Zeit, doch, war es wirklich, fragt Tom - oder Tien!

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11.10.08
  Tagestipp:

Kaldenkirchener Kneipenfestival

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3.10.08
  Dülken-Venlo-Connection steht
Kenner wissen längst, dass ein Venlo-Besuch nicht nur zur Beschaffung exotischer Kräuterwaren oder dem palettenweisen Erwerb von Pindakaas, Kaffee oder tiefgefrorenem Geflügelformfleisch bei den 2 Brüdern lohnt. Auch in Punkto Pop- und Kultur-Veranstaltungen sind die Limburger ganz vorne dabei.

Beim Venloer Kultur- und Veranstaltungszentrum Perron 55, dessen Agenda von hochkarätigen Rock- Pop- und Indie- Live-Acts nur so gespickt ist, ist jetzt jemandem aufgefallen, dass wir in unseren Veranstaltungs-Tipps dorthin verlinkt hatten. Jedenfalls bekamen wir eine freundliche Mail mit weiteren Terminen sowie der Ankündigung, zukünftig auch mit 'Plakaten' für unsere Pinnwand versorgt zu werden.

Lockt mit vielfältigem Programm: Perron 55 in Venlo

Wir freuen uns über den interessanten Kontakt und veröffentlichen hier gerne die kommenden Termine im Perron 55:

Samstag, 4. Oktober

Infadels

Die Infadels kehren zurück zu ihrem spirituellen Mekka. Voller Energie wie immer haben sich diese Herren auf ihrer zweiten LP neu erfunden. Sie touren nur durch die größten Konzertsäle von Europa, aber dem Charme vom Perron55 konnten sie diesmal nicht entkommen. Zurück in Venlo, zurück im Perron55!
Einlass 20:30 / Beginn 21:30 / Eintritt 16 €

Sonntag, 5. Oktober

Joseph Parsons & Band
Mit seinem siebten Studioalbum „Heavens Above“ im Gepäck tourt Joseph Parsons durch Europa. Nach einem turbolenten Jahr, in dem er den Verlust seines Vaters betrauern musste und sein Heimatland Amerika eintauschte gegen ein Zuhause in Europa, kommt Joseph seinem musikalischen Kern näher und näher. Über seine letzte Platte sagt er selbst: „… Songs I thought I would never see the light of the day… they leave me very exposed”. Es verspricht ein besonderer Abend zu werden.
Einlass 19:30 / Beginn 20:30 / Eintritt 12 €

Mittwoch, 8. Oktober

Playlab – Konzert 3

Playlab ist ein spannender Mix von Musikern, die eingeladen werden, um einmalig eine Session zusammen zu spielen. Sie treffen sich nachmittags zur Vorbereitung. Hier werden Grenzen getestet, Ideen ausgetauscht und ein gemeinsamer Plan geschmiedet für das endliche Auftreten.
Einlass 20:00 / Beginn 20:30 / Eintritt frei

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18.9.08
  Stauden und Kunst
Hermann Gröne - Staudengärtner aus Leidenschaft
Am Samstag, den 20.9.08 und Sonntag, den 21.9.08 öffnet Hermann Gröne noch einmal seinen Staudengarten in Leuth-Busch für Besucher. Eine große Zahl verschiedener Astern und Ziergräser blühen nun, viele Hochsommerblüher zeigen immer noch Farbe und die ersten roten und gelben Blätter an Bäumen und Sträuchern läuten den Herbst ein.

An diesem Wochenende hat auch die Keramikwerkstatt und Galerie Busch 8 gegenüber dem Garten Gröne geöffnet. Dort läuft die aktuelle Ausstellung "„zwischengrün" | künstliche Landschaften" mit Fotos, Objekten und Installationen der Künstlerinnen Gaby Baltha, Krefeld und Barbara Schmitz-Becker, Busch 8. (Ausstellungseröffnung am Freitag, den 19. September um 20 Uhr)

Busch 7, Nettetal, Samstag von 14.00 bis 18.00 Uhr und Sonntag von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr.

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14.9.08
  Das lag auf der Straße, Alder!
Viersener Kiffer im Visier von Spiegel-TV

Eine launige Kurzreportage vom kleinen Grenzverkehr am so genannten Drogenpfad zwischen Kaldenkirchen und Venlo gibt es aktuell auf Spiegel Online zu bestaunen. In lupenreiner Toto & Harry-Manier lassen sich da deutsche Schupos von einem Spiegel-Kamerateam beim Abfischen hoffnungsvoller Möchtegern-Schmuggler filmen.

Erstaunlich dabei, wie freimütig die ertappten Delinquenten von ihren ganz persönlichen Drogen-Vorlieben und Einkaufs-Gewohnheiten berichten. Ob denen wohl klar war, wie überaus sparsam die Spiegel-Redakteure den Anonymisierungs-Weichzeichner nutzen? Stimmen-Verfremdung wurde gar nicht erst versucht. Gesetzt den Fall, der vorgebliche Krankenpfleger war echt und der in einer anderen Szene zu sehende Blaumann kein rein modisches Accessoire, werden die jeweiligen Arbeitgeber bestimmt begeistert gewesen sein.

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16.7.08
  Grenzland-Nachrichten und Brösel - eine Richtigstellung
Doch nicht nur Hofberichterstattung im Nettetaler Traditionsblatt!

dmai Zurecht beschwerte sich jetzt ein Redakteur der Grenzland-Nachrichten über eine TienAnton-Meldung, die schon etwas länger zurückliegt. Darin hatte ich im Eifer des Gefechtes neben dem banal-kritiklosen Gestus eines Artikels über die peinliche B-Promi-Adoptionsposse um "Brösel"-Macher Jörg Johannböke auch die vermeintlich nicht stattfindende Berichterstattung zur Jugendschutz-Razzia in dessen Diskothek angeprangert.

Nicht beachtet wurde dabei von mir, dass die Grenzland-Nachrichten wöchentlich am Donnerstag erscheinen. Aus diesem Grund konnte natürlich auch am Mittwoch, dem 11. Juni, als mein Beitrag online ging, auf der Grenzland-Nachrichten-Website noch nichts zu den Vorkommnissen des vorangegangenen Wochenendes stehen. Schließlich will man dort -nachvollziehbarer Weise- nicht im eigenen Webauftritt die wöchentliche Printausgabe "kannibalisieren". Am folgenden Donnerstag gab es im gedruckten Heft und auch in der Online-Ausgabe eine ausführliche Berichterstattung zum Thema.

Wie gesagt, ein klarer Fehler meinerseits, für den ich mich hiermit beim Team der Grenzland-Nachrichten ausdrücklich entschuldige. Gleichzeitig möchte ich mich bei GN-Redakteur Thomas Hoffmann, dem mein Fauxpas verständlicherweise sauer aufgestoßen war, bedanken, hat doch seine berechtigte Beschwerde mir zur rechten Zeit noch mal einen neuen Motivationsschub zur Weiterarbeit an Tien Anton verschafft. Schließlich zeigt einem so eine Reaktion, dass die Berichterstattung auf meiner kleinen, bescheidenen und mitunter streitbaren TienAnton-Seite durchaus wahrgenommen wird, sogar von den "seriösen" Journalisten-Kollegen.

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11.6.08
  Wetterbericht vs. Hofberichterstattung
dmai Wie dem ein oder anderen vielleicht nicht entgangen ist, gehört das Wetter ja zu meinen absoluten Top-Lieblingsthemen. Wem das suspekt ist, wegen vermeintlich geringem Nachrichtenwert, dem sei als Beispiel für wahrhaft gehaltlose Nachrichten dieses Paradebeispiel kritikloser Hofberichterstattung zur Lektüre empfohlen. Danke an die aufmerksamen Tien Anton Leser Hermann und Otto, die, unabhängig voneinander, im Zusammenhang mit dem Brösel-Razzia Bericht den Hinweis auf dieses lokaljournalistische Glanzstück gaben.

Offensichtlich hat der frisch gebackene Brüggener "Graf Disko" mit den eigenwilligen Einlass-Praktiken und dem Hang zu pathologischen D-Promi-Verhaltensauffälligkeiten nicht nur in der lokalen Verwaltung sondern ebenso in der lokalen Presse seine ihm, aller Absonderlichkeiten zum Trotz, nach wie vor wohlwollenden Spezies sitzen.

Zum Wetter: vom Ende des sonnig-warmen Vorsommer-Intermezzos kündet dieser morgendliche Schnappschuss vom Dülkener Ortsrand:

Wetterwechsel
Wetterwechsel: Wolkenfront über Ransberg und Viersen-Hoser

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9.6.08
  Diskothek Brösel's gerät engültig in Schieflage
dmai Großrazzia am Samstag in der Brüggener Diskothek Brösel's. Das Lesen dieses RP-Berichts und das Betrachten dieses WDR-Fernsehbeitrags zum selben Thema löst hier bei Tien Anton durchaus gemischte Gefühle aus. Auf der einen Seite können wir, nach unseren eigenen einschlägigen Erfahrungen mit Brösel-Betreiber Jörg Johannböke, uns einer gewissen Genugtuung nicht erwehren, andererseits tut es uns für die Kiddies schon ein bisschen leid, die wohl eine Ausgehmöglichkeit verlieren werden, wenn das Brösel's demnächst ernst macht mit dem Jugendschutz oder gar die Konzession verliert.

In jedem Fall erfreulich an der Aktion ist die erfolgreiche Umgehung der Brösel's-Ordnungsamt Connection, deren anscheinend reibungsloses Funktionieren letztlich auch das selbstherrliche, überhebliche und diskriminierende Verhalten Johannbökes in Sachen Umgang mit ausländischen Besuchern erst ermöglicht hat. Interessant wäre in diesem Zusammenhang noch, zu erfahren, wer konkret seine Hand lange Zeit schützend über die Machenschaften des in immer schlechteres Licht rückenden Vergnügungstempels gehalten hat.

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11.4.08
  Vermischtes am Freitag
Was war sonst noch los in dieser Woche? Auf Tien Antons MySpace-Account trudeln langsam die Freunde ein, in dem Zusammenhang gibt's im Moment auch ein kleines technisches Problem: wir bekommen unser eigens zusammengeschraubtes "Danke für's Adden!"-Gif (siehe rechts) nicht als Kommentar hochgeladen. Sinngemäß heißt es in der erscheinenden Fehlermeldung, man arbeite an der Beseitigung des Problems, na schaun mer mal...

Edit: War natürlich ein klassischer Anwenderfehler - jetzt können wir endlich auch alle mit Blinkebildchen zuspammen  :D


In den lokalen Medien gab es diese Woche verschiedene Berichte zum Thema Jugendarbeit. In Nettetal kümmert sich Streetworkerin Marie-Luise Hellekamps mit viel Herzblut um "ihre" Straßen-Kids, braucht aber dringend Verstärkung, um die wachsenden Aufgaben weiter bewältigen zu können.

In Viersen kommt man in Zukunft in die Rock-Konzerte der RKW nur noch ab 16, wie die RP in ihrer Print-Ausgabe vom Donnerstag berichtet. Ein Kompromiss, auf den sich die Verantwortlichen von RKW und HvH nach längeren gemeinsamen Diskussionen schweren Herzens geeinigt haben, um nach den Vorfällen im letzten Monat den Fortbestand der Veranstaltungen in der RKW nicht zu gefährden.

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8.4.08
  Gähn, schnarch, ratz...
Aus dem Viersener Polizeibricht:

Am Sonntag war kurz nach Mitternacht ein 20-jähriger Nettetaler mit seinem Pkw auf der B 509 in Richtung Nettetal unterwegs. Vor ihm fuhr ein Pkw, der immer langsamer wurde und schließlich auf der Fahrbahn stehenblieb. Der Nettetaler hielt an, um gemeinsam mit seinem Begleiter bei dem Vorausfahrenden nach dem Rechten zu sehen. Sie stellten fest, dass der Fahrer eingeschlafen war, und riefen die Polizei an. Auch beim Eintreffen der Beamten schlief der Fahrer noch tief und fest hinter dem Steuer. In seiner rechten Hand glomm ein Joint.
Die Polizisten weckten den 34-jährigen Niederländer aus Veldhoven und nahmen ihn mit zur Wache. Nachdem er seinen Rauschgiftrausch in der Zelle ausgeschlafen hatte, konnte er nach Hinterlegung einer dreistelligen Sicherheitsleistung am Vormittag die Polizeiwache wieder verlassen. Gegen ihn wird wegen Besitzes von Betäubungsmitteln und Fahrens unter Betäubungsmitteleinfluss ermittelt.

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31.3.08
  Brösels, das allerletzte...
Um das leidige Thema ein für alle Mal zu den Akten zu legen, hier die elektrische Post der Mutter eines der betroffenen Schüler, die uns am Wochenende erreichte - Tien Anton bedankt sich an dieser Stelle für die Kooperation, die Rückendeckung und die Hartnäckigkeit von Schülern und Eltern des E.v.R.-Gymnasiums in Viersen:


Hallo Herr Mai,

in der letzten Woche hat das Brösels den Kindern tatsächlich einen Anteil an Eintrittsgeld überwiesen: Man mag es kaum glauben!

Auf ein Schreiben der Schüler hatte das Brösels zunächst wie erwartet nicht reagiert, die Rechtsanwältin hatte dann "nachgelegt", eine Zahlungsfrist gesetzt und die Summe von 400 € benannt. Wahrscheinlich hat sich das Brösels gedacht, dass es mit dieser Zahlung relativ glimpflich davon kommt und damit dann "Ruhe einkehrt" (vermutlich waren es viel mehr Besucher, was die Schüler aber nicht nachweisen können ...). Aber immerhin - es ging ja ums Prinzip ...
B. (Name der Redaktion bekannt) und die Klassenkameraden haben inzwischen wie angekündigt bei Herrn Gottwald ihre "Aussage" schriftlich aufgenommen.
Der Katholikenrat hat letztlich nach einigen Telefonaten mit der Schulleitung einen "Rückzieher" gemacht. Hier ist es zu keinem Gespräch gekommen - worüber auch ?
Wahrscheinlich kann seitens der Schüler / Schule damit die Akte Brösels nun geschlossen werden. Die Kinder planen weitere Vorabi-Feten, aber in anderen Diskos und Kneipen.

Ihnen nochmals herzlichen Dank für Ihre tatkräftige Unterstützung!! Ich denke, die Kinder haben bei der ganzen Aktion eine Menge gelernt und damit hat das ganze neben der vielen Aufregung durchaus einen positiven Effekt gehabt.

Ihnen eine gute Zeit!
Herzliche Grüße
B. L. (Name der Redaktion bekannt)

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26.3.08
  Beratung für arbeitslose Frauen in Lobberich
Die GFB bietet Beratung für arbeitslose Frauen und Berufsrückkehrerinnen in Nettetal. Wegen der großen Nachfrage gibt es nun einen weiteren Beratungstermin am 8. April 2008.

Nettetal Die Mitarbeiter der Arbeitslosenberatung der GFB, Tatjana Matuszczyk und Uwe Bemmann, führen vor Ort eine Erstberatung durch. Auf Wunsch erarbeiten sie später bei der GFB in Viersen berufliche Perspektiven und individuelle Hilfsmöglichkeiten aus der Arbeitslosigkeit.
In vielen Fällen können die Berater durch Informationen und Tipps direkt helfen, in anderen Fällen stellten sie auf Wunsch des Ratsuchenden Kontakte zu anderen Hilfeeinrichtungen her. Sie informieren über Qualifizierungsmöglichkeiten in der Region, helfen bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen und zeigen neue Wege bei der Arbeitssuche auf. Ebenso bieten sie Unterstützung an bei Kontakten zu Behörden oder Arbeitgebern. Die Beratung findet in Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Nettetal, Monika Ioannidis, statt.

Wegen der großen Nachfrage wird um vorherige Terminabsprache gebeten: Uwe Bemmann, Tel 02162 / 53015-231, oder Tatjana Matuszczyk, Tel 02162 / 53015-223.

Mit finanzieller Unterstützung durch das Land NRW und den europäischen Sozialfonds. Die Arbeitslosenberatung ist kostenfrei.

Nettetal, Rathaus Doerkesplatz 11 41334 Nettetal (Lobberich) 8. April 2008 9.00 – 12.00 Uhr

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9.3.08
  Impressionen vom Lobbericher Kneipenfestival

Boobylicious im Relax (Vorsicht, gruselige Midi-Lala ohne Ausschaltknopf!
--> für Schnellmerker: die "Midi-Lala" nervt auf der Relax-Website und nicht
bei Boobylicious, die haben natürlich ordentlich abgerockt wie eigentlich
immer und wie im unten verlinkten RP-Artikel von mir beschrieben!)


Nice Valley in Pucki's Kneipe


Sister Dew im Florian



Under Cover Bei Helmut (gleicher Webmaster wie das Relax[s.o.]?)

Bericht auf RP-Online

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18.2.08
  50 Jahre Oase in Breyell
Und noch ein gaaanz früher Veranstaltungshinweis: Am 13. September begeht das Jugendzentrum "Oase" in Breyell sein sage und schreibe fünfzigjähriges Jubiläum. Oase? Ja genau, das ist die Location, wo man in den späten 1970er Jahren in der Keller-Disko zu Bob Marley, Frank Zappa und Johnny Guitar Watson tanzen konnte, und knutschen hinter der Kirche!
Die aktuelle JZ-Leitung, bestehend aus Eva Cappel und Dirk Engels lädt alle ehemaligen BesucherInnen und MitarbeiterInnen herzlich zu einer großen Revival-Party ein.
Gesucht werden auch noch Fotos, Musik und sonstige Erinnerungsstücke aus alten Zeiten. Kontaktaufnahme über das Gästebuch der Jubiläums-Homepage oder per E-Mail: jzoase[at]web.de

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8.2.08
  Kurz & knapp
Brotarbeit und die Beschäftigung mit der technischen Optimierung der Website bremsen zur Zeit die Berichterstattung bei Tien Anton etwas aus. Deshalb heute nur Kurzmeldungen, demnächst geht's dann hier wieder ausführlicher zur Sache:

+++ Kaum Zeit für Einspruch gegen Mega-Kiesgrube im Grenzland +++ Gemeinde Brüggen sucht Zeugen für diskriminierende Einlasspraktiken im Brösel +++ Dülken trauert um Ortsvorsteher Gartz +++

Konzert-Tipp: Pajaro Sunrise (Pop Folk Indie) im Connys-Come-In am Dienstag, 12.02.2008 (20.00 Uhr), Eintritt: 6 Euro, unter 18 Eintritt frei

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3.2.08
  Bracht macht den Anfang (Update)
Impressionen vom Karnevals-Samstag in Brüggen-Bracht:






Update: Auch auf Flickr gibt es dieses Jahr jede Menge Bilder vom Zoch in Bracht.

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25.1.08
  Disco nur für Deutsche
Im "Brösel" bleibt alles beim Alten

Das eigenwillige Geschäftsgebaren der Brüggener Diskothek Brösel war bereits vor einiger Zeit erstmals in die Schlagzeilen der Lokalpresse geraten. Damals wurde bekannt, dass dort ausländischen Besuchern grundsätzlich der Einlass verwehrt wird. Auch der Taz war die Geschichte seinerzeit eine Meldung wert.

Dass sich an dieser Praxis, trotz der damals aufbrandenden allgemeinen Empörung, zwischenzeitlich nichts geändert hat, mussten jetzt die Organisatoren einer im 'Brösel' geplanten 'Vorabifete' des Viersener Erasmus-von-Rotterdam-Gymnasiums am eigenen Leib erfahren. Mitten in den zu diesem Zeitpunkt bereits weit fortgeschrittenen Party-Vorbereitungen, die Flyer waren schon gedruckt, die Einladungen verschickt, wurden die Schüler lapidar darauf hingewiesen, doch bitte auch an die 'Ausländerliste' zu denken.

Die Gymnasiasten sollten dem Betreiber am Veranstaltungsabend eine Liste mit den Namen ihrer ausländischen Mitschüler vorlegen, damit diese vom Türsteher zu ihrer eigenen Party eingelassen werden. In einer eilends einberaumten Schülerversammlung der Jahrgangsstufe 12 wurde daraufhin beschlossen, wegen bereits investierter Arbeit, Zeit und Geld, diese eine Party noch im Brösel zu veranstalten, sich aber für die nächsten Vorabi-Feten nach einer anderen Location umzusehen. Die geforderte Ausländerliste wollten die Schüler auf keinen Fall mitbringen. Ein Schülervertreter zu Tien Anton: "Mal abgesehen vom diskriminierenden Charakter einer 'Ausländerliste' dürfen wir schon aus Gründen des Datenschutzes so eine Liste gar nicht herausgeben."

Selbstverständlich wollten wir auch den Verantwortlichen des Brösel die Möglichkeit geben, sich zu den Vorgängen zu äußern und führten ein Telefongespräch mit dem Betreiber der Diskothek, Jörg Johannböke. Darin bestätigte Johannböke freimütig die Anweisung an seine Türsteher, Ausländer grundsätzlich abzuweisen und begründete dieses Vorgehen mit der Wahrung der Sicherheit seiner Gäste. Der Diskotheken-Betreiber zeigte sich darüber hinaus sehr aufgebracht über die kritische Haltung der Viersener Gymnasiasten und behielt sich vor, in Zukunft auf die Ausrichtung von Vorabi-Parties zu verzichten. Er verstehe außerdem die ganze Aufregung nicht, der Anteil ausländischer Abiturienten sei doch ohnehin so gering, dass man darum nicht so ein Aufhebens machen müsse.

Mittlerweile ist die Party über die Bühne gegangen. Drei türkischen Mitschülern der veranstaltenden Jahrgangsstufe 12 wurde der Eintritt zur eigenen Fete ohne Angabe von Gründen verwehrt. Den Schülervertretern wurde außerdem mitgeteilt, dass es für das E.v.R.-Gymnasium keine Feier mehr im Brösel geben werde, weil sie wegen der "Ausländerliste" die Presse ins Spiel gebracht hätten. Dass sich für sie das Brösel als Veranstaltungsort zu diesem Zeitpunkt schon längst disqualifiziert hatte, verschwiegen die Viersener Schüler aus Sorge, im Streitfall nicht den ihnen zugesagten Gewinnanteil der Veranstaltung ausgezahlt zu bekommen. Bis dahin war es nämlich trotz mehrfachen Nachhakens der Schüler nicht zu einer schriftlichen Vereinbarung gekommen.

Parteipolitisch engagiert sich der Brösel-Chef bei der Brüggener FDP, sein Gastronomiebetrieb ist auf der Website der Liberalen Wirte gelistet. Wie die kruden Ansichten und die eigenwilligen Geschäftspraktiken des bekennenden Roland-Koch-Fans Jörg Johannböke mit dem Begriff "liberal" in Einklang zu bringen sind, bleibt dabei das Geheimnis der Beteiligten.

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7.1.08
  Spanischer Abend
Macht ganz schön was her, die Bilder-Laufleiste am unteren Rand der Website des spanischen Stimmungsbarden Rafael de Alcalá. Kaum ein Protagonist des deutschen TV-Showbiz, mit dem sich der "Gypsy Vagabond" nicht hat ablichten lassen: von Bohlen bis Blanco, von Wolle Petry bis Gottschalk, alle lieben Rafael, so scheint es. Wen dieses Schlager-lastige Namedropping womöglich abschreckt, dem sei gesagt, dass der Mann im Sommer immerhin die gemäßigt alternative Kundschaft im Düsseldorfer Zakk erfolgreich gerockt hat. Flamenco, spanische Hits, Gipsy-Pop und südamerikanische Songs unplugged im urig-rustikalen Kachelofen in Venekoten. Mittwoch, 9. Januar, Beginn 19:30, Eintritt 10 Euro. Wegen begrenzter Platzzahl telefonische Reservierung ratsam: 02163-82153

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